
Der Aufbau und die Implementierung einer nachhaltigen und damit zukunftsfähigen Energieversorgung in Nordrhein Westfalen, in Deutschland und Europa sowie weltweit ist eine der zentralen Aufgaben für die Zukunft. Eine nachhaltige Energieversorgung beruht zu annähernd 100 % auf erneuerbaren Energien und das so schnell wie möglich.
Die Treibhausgas-Emissionen aus dem Energie-Sektor machen in Deutschland rund die Hälfte der Gesamt-Emissionen aus. Wir erzeugten beispielsweise im 1. Halbjahr 2011 unseren Strom erst zu rund 20 % aus erneuerbaren Quellen, 80 % aber nehmen immer noch fossile Brennstoffe (Kohle, Erdöl und Erdgas) und die Kernenergie ein (Quelle: Pressemitteilung des BMU Nr. 108/11; Berlin, 30.08.2011). Damit ist die große Aufgabe für die nächsten Jahrzehnte vorgezeichnet: Der Anteil erneuerbarer – und damit umweltfreundlicher – Energiequellen muss massiv ausgebaut werden mit dem Ziel einer vollständigen Versorgung mit erneuerbaren Energien. Neben vielen anderen Feldsern muss nicht zuletzt im Bildungsbereich intensiv in Richtung einer nachhaltigen Zukunft mit einem menschenwürdigen Angesicht gearbeitet werden: das ist ein wesentlicher Aspekt der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung.
Wie wir gerade in der heutigen Zeit am Beispiel der Akzeptanz und der Diskussionen um die Kernenergie sehen, ist dies nicht nur eine technologische, sondern insbesondere auch eine politische und damit auch eine bildungspolitische Herausforderung. Wenn unsere Kinder nicht wissen wie erneuerbare Energietechnologien funktionieren und wie sie sinnvoll eingesetzt werden können, haben sie auch keine Veranlassung, sich intensiv für deren Ausbau einzusetzen.